LG G4 2

Am gestrigen Dienstag stellte der koreanische Hersteller LG sein neuestes Topmodell auf zwei gleichzeitig stattfindenden Events in London und New York vor. Und was man da zu sehen bekam – trotz der detaillierten Leaks der vergangenen Wochen – war einfach nur grandios. Wir haben über die schicke Lederrückseite hinaus in die Hardware und auf die Software-Features geblickt, von denen es zahlreiche gibt.

LG hat klug gehandelt, als es auf die voreilige Präsentation auf dem MWC zugunsten eines hauseigenen Events verzichtete. Denn im direkten Vergleich mit dem allgegenwärtigen Galaxy S6 wäre Vieles vom G4 untergegangen. So aber können wir in aller Ruhe die Hard- und Software begutachten und um es vorwegzunehmen: Das LG G4 ist ein grandioses Smartphone.

Der Look – Zweifelsfrei ein LG Phone

LG G4 2

Auf den ersten Blick wirkt vieles unverändert. Der allgemeine Look, die auf der Rückseite untergebrachten Tasten als auch die Displaydiagonale sind vom Vorgänger G3 übernommen. Bei näherem Hinsehen aber fallen die Unterscheide sofort auf. So etwa die Farbpracht des Bildschirms, das mit der sogenannten „quantum dot“-Technologie verfeinert wurde und wodurch Inhalte noch lebensechter wirken. Das Rot von Erdbeeren etwa kommt zur vollen Geltung, während das gleiche Bild beim Galaxy S6 einen leichten Gelbstich hat. Das 5,5 Zoll große QHD IPS Display des G4 löst mit satten 2.560 x 1.440 Pixel auf – derzeit absoluter Standard bei Topgeräten der Android-Welt.

Die Hardware – Perfekte Abstimmung?

LG G4

Unter der Haube steckt entgegen der bisherigen Erwartungen doch kein Snapdragon 810 Octacore-Prozesssor, sondern ein Snapdragon 808 mit sechs Rechenkernen (Dualcore mit 1,8 GHz und Quadcore mit 1,4 GHz). Als Grund dafür nennt LG nicht etwa die Hitzeprobleme des 810er Prozessors, sondern eine perfekte Abstimmung des 808ers fürs Phone. Dem Prozessor wurde ein 3 GB RAM zur Seite gestellt. Das Sahnestück auf Seiten der Hardware ist der abnehmbare Akku mit einer Kapazität von 3.000 Milliamprerestunden. Andere Hersteller geben sich derzeit viel Mühe, alles zu verschweißen und von den Fingern des Nutzers fernzuhalten. Wie diese Ausstattung in der realen Praxis aussieht, werden in den kommenden Tagen und Wochen erste Tests zeigen müssen. Die Kamera mit 16 Megapixel feinem Sensor hat einen optischen Bildstabilisator als auch einen „Farbspektrumsensor“ erhalten, wodurch die Farbe Weiß etwas abgeschwächt wird, um dafür Farben stärker zur Geltung zu bringen.

Die Software – Mehr Material Design

LG G4 3

Und was ist mit der Software? Von Haus aus kommt Android 5.1 aufs G4 – natürlich mit der eigenen Benutzeroberfläche LG UX 4.0, das mit Material Design noch schicker wirkt. Auf einen eigenen Browser hat LG verzichtet und dafür Google Chrome zum Standard gemacht. Die Koreaner heben gerne die neue Fotogallerie hervor, mit der extrem schnell durch die eigenen Schnappschüsse navigiert werden kann.

Das Fazit zum LG G4

Das LG G4 hinterlässt einen sehr guten Eindruck. Was beim Vorgänger G3 gut funktioniert hat, wurde mitgenommen. Wo es Probleme gab, wurden diese ausgeräumt – zumindest größtenteils. Das Display, die Kamera und die Rückseite aus Leder sind grandios verbessert worden. Nur in Sachen Hardware wird sich zeigen müssen, ob der Ersatzprozessor tauglich ist. Wir behalten die Augen aufs G4 fixiert…

Bild: androidcentral.com